Ankunft in Tofino

Der Herr Hotdog war wie fast immer, wieder zuerst auf den Beinen und bereitete dem Herrn Olbastross einen herrlichen Kakao zum Frühstück. Leider reagierte der Herr Olbas (auch fast wie immer…) nicht gerade auf die lustige Einladung und so musste der Hotdog noch ein paar Minuten nervös auf seinen Stummelbeinchen hin- und herhüpfen. Danach machte sich auch die Flasche Olbas auf zu neuen Taten – genüsslich schlürften die beiden Kosaken den feinen Kakao mit viel Liebe gebraut vom Hotdog und strichen sich gemütlich ein paar Gummitoastbrote mit Konfitüre und dem frischen Honig des Herrn Imkers mit Namen Ham da Burger from Berlin – mmmmhhh, lecker!!!

Das Dach des Bootshauses wird soeben frisch eingeschissen!

Dann sollte die Fahrt weiter gen Tofino gehen – und so geschah es auch. Die beiden wackeren Kosaken aus dem Mittelland machten sich auf, dem Highway 19 ein kurzes Stück zu folgen um diesen dann mit dem Highway 4 zu tauschen und sozusagen das Eiland in der Hälfte zu teilen, sprich zu überqueren. Und die beiden Kosaken können nach dieser wahnwitzigen Fahrt wirklich ein paar traurige Chöre singen…Herrgott war das eine Strasse! Der Herr Strassenbauminister sollte sich mal endlich in seinen VW Jetta setzen und diesen zu einer Ukrainischen Hauptstrasse verkommenen Highway 4 runtergondeln! Es war ein Schunkelfestival der übleren Sorte – Mister Hotdog und die Flasche Olbas wurden regelrecht vom einen Ende ans andere geschunkelt und wieder zurück…jesses, jeder noch so feste Matrose wäre hier wohl seekrank geworden und hätte eine Meuterei angezettelt!

Nach rund 957 Kilometern auf dieser Schunkelstrecke kam man dann Gott sei dank auf der anderen Seite der Insel an. Und da war dann auch gleich ein Infozenter, wo sich die beiden Russen aus dem Aargau informieren taten über etwelche Spezialitäten und Wanderungen, welche man als Mann eben auf dieser Seite so tun kann. Leider waren wir noch rund 40 Quadratkilometer von Tofino entfernt und die adrette Dame am Schalter konnte uns nicht so richtig Auskunft geben. Na ja, auf jeden Fall arbeitet sie in einem schönen Büro mit schönen Karten, die halt einfach ein Scheiss wert sind und grad gar nix aussagen aber dafür schöne Farben drauf haben!

Ja, auch den Coop scheinen sie hier zu kennen.

Der Kosakenchor aus dem Mittelland schnallte die Gurte wieder über und fuhr weiter gen dem mit Abstand bekanntesten Anbauort von Tofu – Tofino. Nach weiteren 77 Stunden Weihnachtsliedern aus den Schlunden des Chors erreichte man Tofino und checkte sogleich beim Herrn Jeremy ein, um sich morgen einem lustigen Wechselbad der Tiere zu widmen. Und zwar hat man eine Bärenjagd mit Dynamit gebucht, plus dann anschliessend eine Herde Potwale im Faustkampf zu erledigen. Der Herr Jeremy hat uns noch darauf hingewiesen, dass man doch so gut sei und sein kleines Geschäft entweder vor der Bootsfahrt oder dann halt grad auf dem Potwal zu verrichten. Das zweite erfordert einfach ein Geschicklichkeitsgrad von 76,9763 Punkten im Trapezbalancieren, welches der Kosakenchor natürlich geschlossen vorweisen könnte. Dementsprechend wurden die beiden Frauen in der ersten Reihe eingeteilt und mit einer speziellen Haube ausgerüstet, dem sogenannten Rauch-mal-potwal-ganzkörper-Gedenkuniform-pee-Peeer.

Darauf einigte man sich auf einen Stadtrundgang im wirklich sympathischen Tofino. Es bestand aus ein paar selbstgebastelten Streichholzhütten und einem reformhausähnlichen Imbissladen, dem ‚Bakers Deli’, welcher wirklich gute Sachen hatte!!! Die Flasche gönnte sich einen ‚Veggie Love’ Burrito, welcher natürlich, wie könnte es auch anders sein, zuerst vergessen ging… aber nach freundlicher Nachfrage der Metzgermeisterin wurde auch dieser Lapsus ausgebügelt und die Flasche bekam ihren Burrito. Und dieser mundete wirklich vorzüglich – so gut, dass sie sich sogar die ganzen Finger sauber leckte. Der Heisse Hund verwöhnte sich mit einem – weiss auch nicht was für ein – Nuss-Milkshake’ plus einem Apfel-Zimt-Muffin, welches beides auch famos geschmeckt haben muss. Sein kurzes zufriedenes Luftlassen aus dem Mund und das dämliche Grinsen liessen auf jeden fall daraufschliessen.

Unser Ausblick aus dem Camper!

Nach diesem kulinarischen Hochflug suchte man das gemeinsame Heim für 4 Wochen auf und machte sich auf den Weg zum Campground. Und was für einer, der Paradise Lost Campground in Tofino hatte es aber wirklich in sich – man erwischte die letzte Site direkt am Strand!!! Hurraaa war der unisono Ausruf, den die beiden Chorbrüder gellend von sich gaben, wirklich ein unglaubliche schöner Platz!!! Jawohl, wird natürlich mit nicht nur einem oder zwei, nein DREI Ausrufezeichen hervorgehoben.
Auf der Site 6 fühlten sich die Kosakenbrüder sofort total wohl und es wurden die üblichen Arbeiten verrichtet: Bier auf, anstossen, leeren, Weisser Russe im Glas ‚on sö röcks’, anstossen, leeren und wieder zurück zum Anfang.

Während sich der Herr Öl-mal-meinen-Bass einer gehörigen Darmspülung unterzog, die selbst die letzten ansässigen Grauwale vertrieb, richtete der Mann fürs Mahl das Abendessen her. Und zwar waren das heute: Pilzschnitten à la Ciccolina Cucchinotta senza panna normale, dafür con molto Gewürzi diversi e una alarma extraordinale! Mit anderen Worten stellte der Schärenschnitt ein herrliches Mahl her, mit Pilzen, Zwiebeln, Knoblauch und eben einem Alarm, der durch unseren Carbon-Monoxid-Rauchmelder im Camper hervorgerufen wurde. Je 3 Stückchen feines Brot von gestern bildete die Basis dieser Sensation. Seither darf der Herr der Kochhaube mit 3 Sternen auf dem weissen Blouson rumlaufen. Nach einer weiteren Open-Air-Kino-Vorführung am Strand von Tofifee mit dem herrlichen Streifen „Confidence“ und „21 Gramm“ als Müdemacher wurde dieser eher trübe Tag ins Jenseits geschickt.

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