Die Montagmorgen empfing uns wieder mit altbekanntem, herrlichen Sonnenschein und wäre der Wind nicht so gegangen, unsere beiden Helden hätten den 800 Meter Delphin Weltrekord von Michael Phelps im welligen Meer unterboten. So aber hiess es Abschiednehmen vom schönsten Strand der Welt, der uns für 2 Tage so ein herrliches Panorama bot.
Downtown in Tofino wurden noch kleinere Besorgungen getätigt, so brauchte der Klöpfer noch Ansichtskarten, Herr Ölpest etwas Raucherwaren und bei den netten Mädels im Breakers wurde für unglaubliche 6$ ein äusserst schmackhaftes Vollkornbrot erworben. Mit dieser wertvollen Fracht an Bord ging die Sindbadreise weiter, dieselbe rumpelige Strecke zurück, welche uns schon am Samstag kräftig durchgerüttelt hatte. Die Fahrbahn zurück ins Landesinnere schien jedoch besser geebnet worden zu sein, vom Strassenbauminister Adolph Ogi Senior. So konnte Herr Windjammer kräftig aufs Gas drücken, was uns in langgezogenen Kurven bis 3 G einbrachte, das dem 3fachen Körpergewicht entspricht. Unsere Wangen und, falls vorhanden, das Doppelkinn wurden dadurch bis an die Seitenscheiben gedrückt. Es war fast wie gestern bei der Frau Jessy, nur dass es sich heute um einen Kamikazepiloten aus der Innerschweiz handelte.
Nun denn, man kam heil in Port Alberni an, wo der geheimnisvolle Wald namens „Cathedral Grove“ zu bestaunen war. Die dort ansässigen Bäume sind von gewaltigen Ausmassen und haben bereits bis 800 Jahre!!! auf dem Buckel. Eine kleine Wanderroute schlängelte sich durch die imposante Baumwelt. Kurz vor dem Ende haben wir dann auch wieder die beiden Schweizer aus dem Gäu wiedergetroffen, die ihre Kinder immer noch dabei hatten (was bei dieser imensen Bärenpopulation nicht ganz so selbstverständlich ist). Nach kruzem Smalltalk gings weiter nach Parksville, wo uns die 19 nach Nanaimo führen sollte.
Dank unserem Navigator fanden wir uns gut zurecht und fuhren auf dem Zeltplatz ein, als die Sonne noch schien, juhui!!! Auf dem sehr gepflegten Campground fanden wir uns sofort heimisch und zündeten aus lauter Freude 3 Zuckerstöcke an, die in der benachbarten Feuerstelle herrlich zur Geltung kamen.
Für das Abendessen hatte Meisterkoch Schärli eine besondere Lecker parat: für den Klöpfer gabs ein herrliches Beef à la marinade de la maison und für den Devildriver 4 genmanipuliterte Vegiburger, mit Ablaufdatum 2010. Dazu ein feiner wilder Reis vom Onkel Mercedes und als Überraschung ein Kabissalat nach Grossmutterart. Während der Zubereitung ging uns dann kräftig einer ab, oder besser gesagt unser Rauchmelder hatte mal wieder was gegen die Ozonwerte im Camper und fing hässlich an zu Pfeifen. Der Handelsreisende für Gebrauchtinstrumente musste sich sogar seine empfindlichen Öhrchen mit Oropax zukleistern, so penetrant war das Geräusch. Im Nu waren sämtliche Hunde des Campgrounds um unseren Wagon versammelt und hechelten uns wild entgegen. Da wir das Geräusch auch durch Öffnen sämtlicher Fenster nicht zu verstummen bringen konnten, schraubte der Mann mit dem Wind in der Hose kurzerhand des ecklige Ding ab. Nun war wieder Ruhe im heimeligen Wald eingekehrt und man konnte sich dem Essen widmen. Es war traumhaft und erhielt von der Frau Annemarie Moser-Pröll aus dem Südtirol 9 von 10 Punkten, dazu gabs einen schnuckeligen Plüschbären aus Eigenurin. Maximum Reh-Speck(t)! Auch der beissende Fettgeruch ging nach gut 3 Stunden wieder aus unserer Schlafhöhle und so ging auch dieser Tag wohlwollend zu Ende.
Abgelegt unter : 4. Woche | Mit Tag(s) versehen: Cathedral Grove, Nanaimo, Parksville, Tofino













