Welcome on Vancouver Island

Nach einer gründlichen Morgentoilette fuhr unser Mobil dann auch schon wieder los der Küste entlang Richtung Earls Cove schön der Strait of Georgia folgend. In Earls Cove angekommen war die Fähre just im Begriff abzulegen, doch der nette Herr im „Lüchzgi“ winkte uns freundlich zu und so konnten wir sogar eine Überfahrt gratis miterleben. Auf der Fähre gabs dann etwas zwischen die Zähne, derr Herr des Barts führte sich einen Cheesecake mit irgend einer roten „Söderete“ zu, während Schärli zu einem Hot Dog wurde (I become a hot dog).

Irgendwo zwischen Saltery Bay und Powell River

Nach diesen Geschlechtsumwandlungen legte die Fähre auch schon in Saltery Bay an, wo wir unsere Fahrt Richtung Powell River fortsetzten. Dort angekommen hiess es 2 Stunden warten, da die nächste Fähre, die uns nun endlich auf Vancouver Island bringen sollte, erst um 17.15 Uhr ging. So vertrieben wir uns die Zeit mit einem Bummel durch die Stadt. Bei Mister Dutch, der ausdrücklich holländische Sandwichs und Frühstück aus demselbigen Flachland anbot, liessen wir uns nieder und gönnten uns einen Apple cake und einen Blaubeermilch-Shake. Beides erhielt die Note vorzüglich. Nach dieser Stärkung konnten wir nun getrost noch etwas richtiges Essen gehen und zwar hatte der Musik-Cunt noch einen Thai nahe des Hafens entdeckt, der nun für diesen Imbiss herhalten musste. Einmal Masaman und eine Thom Ka Gai wurden von der netten Kanadierin im Thaikostümchen (das ihr übrigens ausgezeichnet stand) serviert, dazu standesgemäss due Singha im Gefrierglas. Hoppla, die ideale Kombination für eine bevorstehende Meeresüberquerung.

The black man

Leonardo für ganz Arme!

Diese folgte dann pünktlich und wenig später waren wir bereits wieder auf See. Der Herr der Winde fühlte sich noch etwas schwach, weshalb er bald schon wieder im Camper verschwand, um sich einem Nickerchen zu widmen. Währendessen setzte sich der Herr der flotten Sprüche in die Lounge, ausgerüstet mit iPod und tüchtig brachialer Mucke, und studierte die anwesenden Boatpeople. Rechts von mir waren 2 Nanaimo-Indianerinnen in Designerklamotten zu sehen, welche in eine äusserst angeregte Diskussion verwickelt schienen. Vor mir eine Mischung aus Lilo Pulver und Ruth Dreyfuss mit ihrem Lebensabschnittspartner, der mit seinem Flammenkäppi so gar nicht zu Frau Pulverfuss passte. Noch 5-Viertelstündiger Fahrt in Little River angekommen wurde die Landeklappe runtergekurbelt und man konnte wieder aufs Festland fahren (natürlich nicht ohne gehörig mit den Geodreiecken den Schiffsboden zu zerkratzen). Unseren Bordnavigator hatten wir auf das Cape Lazo Resort in Comox angesetzt. Nach kurzer Verfahrschlaufe wurde auch dieser Campground von uns eingenommen. Den Platz konnten wir mangels Office-Angestellten selber aussuchen und entschieden uns für die Nummer 21, ausgerüstet mit allem, was man sich erdenken kann: Full-Huckup, Wasser, Wireless-Internet und sogar Kabelfernsehen. Einmal alles angeschlossen wurden die Duschen beschlagnahmt, die zum Glück wieder ohne Geld ihr herrlich warmes Wasser hergaben.

Anschliessend nahm sich der Herr Schärenblitz dem Weblog an, während Sergio Leone da Olano, im TV nach geeigneten Serien Ausschau hielt. Fündig wurde er schliesslich in Grays Anatomy und zwar ausgerechnet einer 3stündigen Fassung, mit ebenso vielen Werbeunterbrechungen. Dazu schlürften wir genüsslich die kühlen Mitbringsel aus dem Fridge, das Nachtessen musste für einmal ausfallen. Vor Mitternacht tischten uns die amerikanischen Fernsehstationen dann noch sämtliche erhältliche Late night shows auf, von Leno über den mit der Tolle. Überraschend lustig fanden wirs trotzdem, vielleicht lags auch schon am Bier …

Fürs Guet-Nacht-Gschechtli hatten wir uns dann noch für Black Hawk Down entschieden, einem Kriegsfilm für müde Seefahrer. Den Schluss jedenfalls verpennten beide.

Down to the Pacific

Auszug aus Whistler mit Pauken und Trompeten. Kurzer Tankstopp und weiter gings nach  Squamish, wo im grossen Market für ein Spontan-Shopping gestoppt wurde. Hier musste nämlich die sehnlichst erwartete neue Scheibe der Brüder des Metals her: the new Metallica record! Und man wurde fündig, der Herr Solar ersteigerte sich noch etwas Hip-Flop und Sentimental-Sound von Kaltspiel. Kaum im Camper angekommen, ertönte auch schon Hetfields Gesang mit dem Geklöpfe des danish crap called Ulrich.

Share-Lee got it: the new Metallica record, muthafuckas ...

Wir merken schnell, dass dies kein Album ist, das dir sofort ins Gehör steigt. Müssen es sicher noch ein paar Male reinziehen.
Weiter on the road, der Küste entlang Richtung West-Vancouver, wo wir die Fähre anfuhren, die uns über die Strait of Georgia bringen sollte. Da unser Camper hinten unter dem Boden über 2 lustige Dreiecke verfügt, die ein Abreissen des Auspuffs verhindern sollen, werden die Ein- und Ausfahrten der Fähren zu einer wahren Challenge. Jedesmal blieben wir mit diesen blöden Geometrie-Dreiecken hängen und hinterliessen kopfschüttelnde Einweiser der BC Ferries.

Kaum wieder festen Boden unter den Füssen setzten wir unsere Reise fort, unserem Schlafplatz entgegen, der in Gibsons sein sollte. Das Auffinden dieses Campgrounds entwickelte sich jedoch etwas schwieriger als geplant. Unser Navigationsgerät kannte die Adresse nicht, das Visitors-Office hatte bereits geschlossen und der Herr Schärli hatte Strassenschildtechnisch nicht den besten Tag ausgesucht. So vergingen glatte 1,5 Stunden, bis wir auf dem Langdale Heights RV Par 3 Golf Ressort einchecken konnten. Mittelmässige Spaghetti mit Gemüsepesto (vergiftet durch angeschimmelten Parmeggiano), ein paar Bier und zu guter Letzt noch „The Departed“ auf dem Laptop beendeten diesen eher schwachen Tag.

Die Horror-Raspeln von Clearwater.

… and you will know us by the trail of dead!

Tags darauf pennten die Zofinger Wildschweine etwas länger als sonst, der vorangegangene  Abend wurde spät und etwas alkoholhaltig. Pünktlich zur Checkout-Time wurden wir auf unsere Campsite verwiesen, die zum Glück nahe an der Dusche gelegen war. Wieso, werdet ihr bald erfahren.
Das Thermometer stieg an diesem Tag bis 26 Grad und die Sonne schien uns förmlich in den Arsch. Ideales Wetter für einen kleinen Marsch und so machten wir uns wenig später auf den „Singing Trail“ hoch, nach Whistler Mountain zu erklimmen und mit der Gondel wieder zurückzukehren.

Bei der Talstation trafen wir zu unserer Überraschung noch auf unsere neuen Freunde aus der Schweiz, die sich ebenfalls für die hiesige Bergwelt interessierten. Kurzerhand wurde für ein gemeinsames Nachtessen abgemacht, Natelnummern ausgetauscht und gute Besserung gewünscht. Denn den beiden Damen bekam der Weissrusse vom Vorabend nicht so ganz, sie fühlten sich etwas schwach auf der Brust. Der Sportlehrer jedoch wollte unserem Vorhaben folgen und etwas später ebenfalls den singenden Pfad besteigen.

Der Whistler Bike Park, ein Paradies für Jumpwütige!

Gesagt getan, die beiden Reisegesellen machten sich so dann auf den Weg zum Start des singenden Pfades. Vorher wurde vom Herrn Quolmar aber noch eine schöne runde inhaliert und der Herr General Marschführer Schär-Lee knipste sich noch die Pfoten wund, um ein paar irre Downhiller in Bild mit seiner super tollen Lexus-für-Reiche Kamera zu verewigen. Dann nahm unsere volle Konzentration eben der Pfad der Wiener Sängerknaben in Anspruch und wir marschierten looos! Und eins können wir euch verraten – dieser vermaledeite Pfad hatte es aber so richtig in sich…es hiess, es seien ca. 12 Kilometer auf den Pass. Und der Plan war, dass man dann mit dem schönen Sessellift wieder zurück ins Tal kommen würde. Aber wie es im Leben manchmal so spielt, es kam alles anders…

Es ging zuerst entlang der Downhill Strecke der wahnsinnigen Biker und nach ca. 1 Kilometer teilte sich der Weg und man verabschiedete sich von den Stramplern. Es ging gleich zügig rauf, durch Wald und über einen Haufen Steine, um in eine kurze Ebene von Sand zu münden, aus welcher man nur über einen kurzen Steilhang hinab und über einen längeren wieder hinauf entkam. Danach ging es über ein paar mit viel Liebe gebastelte Brücken, über einen Fluss, welchen man über Schotter und Steine überqueren musste und quer durch den Wald, über wiederum mit noch mehr Liebe gebastelte und vor allem grössere Brücken. Ganz genau zwei in der Zahl – die ersten zwei Kilometer brachten der Herr Schärenkleister und die Agathe vom Polar alleine hinter sich. Dann schloss doch tatsächlich der Kampfsportler in Form von Patrick mit dem schönsten Camper der Nation zu uns auf und wir rannten die nächsten 4 Kilometer den Berg hinauf. Der Herr Kleister und die Agathe waren kurz vor dem Kollaps, während der mit dem Camper tanzt frisch fröhlich vor sich hinplapperte, um uns bei Laune zu halten. Nach diesen fast unerträglichen Strapazen verlieh, in einem Tempo, das dem Herrn Salzdress aka Kleister und Almöhi Agathe schon total schlecht war…

Leere Blicke, schwache Beine ... it's the point of no return!

Nach etwa zwei Stunden hartem Kampf mit dem Berg erreichten die beiden mittlerweile nicht mehr lustig sondern eher SEHR traurig dahinwankenden Gesellen doch tatsächlich die Passhöhe! Man freute sich in Form von einer Banane, einer Nektarine, einem Schlot für die Agathe plus ca. 24 Liter klares kaltes Wasser. Leider währte die Freude nur kurz, da der Wegweiser der uns eigentlich den richtigen Weg weisen sollte, überhaupt keine Anzeichen dafür machte! Eine wirklich masslose Frechheit war das! Wir ärgerten uns grün und blau und wahrscheinlich ist es nämlich so, dass wir deshalb am nächsten Tag unsere Beine nicht mehr gespürt haben, jawohl! Nein, der Wegweiser gab uns überhaupt keine Information, in welcher Richtung sich wohl der rettende Sessellift befand…nach je einem Kilometer entlang der beiden angezeigten Wege entschlossen sich die beiden mittlerweile gezeichneten Wandersleut, den gleichen Weg wieder zurück ins Tal zu nehmen.

Dies war dann die Aussicht, nach stundenlangem Kampf.

Schlussendlich war man dann nach rund 30 Kilometern Marsch im Arsch sprich 6 Stunden wieder im temporären Heim für Aussätzige, Bärenbärte und blinde Copiloten angekommen (Anmerkung der Redaktion: es gibt noch einige andere blinde Copiloten als der hier im Artikel vermerkte.).

Da die Herren Agathe-mit-schmerzendem-Hintern und Smörebroed-der-seine-Beine-kaum-noch-spührte um acht Uhr ein erneutes Rendezvous mit den netten Schwiiizern vom gestrigen Abend hatten, machten sie sich schnurstracks auf und ab unter die Dusche. Humpeln wie einst die dehydrierte Marathonläuferin Gaby Andersen 1982 in Los Angeles machten sich die beiden Cliff-Adonisse auf unter die Dusche. Die absolute Höhe der Geschmacklosigkeit war allerdings, dass man auf diesem Campground auch noch fürs Duschen bezahlen muss. 1$ für 6 Minuten warmes Wasser, noch nie haben die beiden Wandersratten eine Dusche so empfunden wie jetzt. Leider funktionierte das Abdieseln nur bei einem – für einmal hatte der Herr Aurelius Trollmar den Zonk gezogen, und musste mit seinem weissen, nackten Bärenarsch sämtliche kaputte Duschen durchtesten, bis er endlich eine fand, die seine Dollars annahm. Zu seinem Pech kam dann auch noch dazu, dass er, total eingeschäumt wie die Dame in der Miss Fenial-Werbung, kein Wasser mehr bekam und auch seinen nigelnagelneuen Dollar wurde nicht akzeptiert. Zum Glück hatte Meister Kleister noch etwas Restwasser und so nahm er die Human-Schaumparty bei sich auf.

Die Zeit rannte uns etwas davon, die Uhr zeigte schon viertel nach acht und da wir eh kaum einen Schritt ohne Sauerstoffzelt machen konnten, gönnten wir uns ein Taxi, das uns Downtown brachte. Unterdessen bekam der Meister der Pixel ein SMS von der Babsi, dass man sich doch im Bocca Restaurant, just neben dem weltbekannten Amsterdam, niederlassen könnte.

Und so traf man die 4 Rotpassträger vor besagter Beiz, um diese sogleich zu entern und den Speiseplan zu studieren. Herrliche Sachen wurden da angepriesen, Teriaki-Ente, mit Feta gefüllte Pouletbrust oder auch Pfeffersteak. Zum Glück sah es nicht bloss auf der Karte schön aus, sondern mundete auch im Gaumen vorzüglich. Sogar für den Prinz der Veganer richteten die emsigen Köche etwas her, das seiner von Meister Schärenklöpfer verwöhnten Zunge angenehm war. Wie wir dann erfuhren, hatte auch der Nahkampfsportler Pädi aus dem Fasnachtskanton mit den Tücken der Kanadischen Wegweiser zu kämpfen. Da er nicht die Variante wie wir – nämlich denselben Weg zurück – wählte, musste er tüchtig Gutzi geben, um vor Kontrollschluss das letzte Bähnli zu erreichen. Und das war bereits um 17.30 Uhr. Total fertig, mit salzigem Grindli, schlaffen Beinen und feuchtem Schritt erreichte er schliesslich den Gipfel, um das Gondeli der Freude besteigen zu können. Für diesen Effort jedoch musste er Tribut zollen, und so wollte er und sein Gspusi nach dem Kafi auch wieder in den Camper zurück, um sich zu erholen. Da ihr Zeltplatz einige Kilometer entfernt und nicht leicht auffindbar war, schlossen sich Paar Nummer 2, Marie-Louise und Thomy, diesem Vorhaben an.

Mit Tränen in den Augen verabschiedete man sich und hoffte auf ein Wiedersehen in Vancouver Ende September. Die beiden Sumpfdrosseln zog es dann noch ins benachbarte Amsterdam, wo anscheinend noch DIE Party schlechthin am laufen war. Tätowierte Menschen, knapp bekleidete Damen, schwere Zungen, dies die ersten, aber auch entscheidenden Eindrücke dieses Etablissements. Volltreffer – uns gefiehl es auf Anhieb und als dann die nette Bardame im knappen Röckchen auch noch auf den Tresen stieg, um eine Flasche Whisky aus den oberen Regionen zu holen, war es um die beiden geschehen. Man genoss einige Honey Pale Ale Lager weiss-der-Kukuck und beäugte das emsige Treiben, der vorwiegend velofahrenden Freaks mit den kurzen Hosen und den Flip-Flops. Da es ein normaler Werktag war, wurde pünktlich um 12 Uhr geschlossen und man entschloss sich, nochmals ein Taxi zu ordern, um die geschundenen Knochen zu schonen.

Das Schweizerhaus in Whistler

Der Tag begrüsste uns wieder mit penetrantem Sonnenschein. Nachdem wir nochmals unseren Market der Gelüste aufgesucht hatten, um nochmals vom feinen Brot kaufen zu können, ging unsere Reise weiter über Little Ford quer rüber nach 100 Mile House, vorbei an den schönsten Seen!

Bridge Lake in the back

Aus der Einöde taucht plötzlich der Marble Canyon Lake auf.

Auf der 97 gings runter durch eher einödes, trockenes Land, wo wohl auch einige Hillbillies mit offenen Hosenställen heimisch sind, nach Lillooet, wo wir eigentlich unser Nachtlager geplant hatten. Die Umgebung jedoch sorgte dafür, dass wir diesen Entscheid über den Haufen warfen und weiter direkt über die 99 Richtung Pemberton donnerten. Diese Fahrt werden wir wohl unser Leben lang nicht mehr vergessen, denn die Strasse verlangte uns alles ab, sowohl dem Fahrer als auch dem Material. Gefälle bis 15% brachten unsere Bremsen zum Qualmen.

Am Strassenrand sah ich dann in weiter Ferne etwas Schwarzes, Pelziges, das sich leicht bewegte. Ich gab dem Fahrer ein Zeichen, er soll etwas langsamer fahren, es könnte sich evtl. um ein wildes Getier handeln. Und tatsächlich, als wir es erreicht hatten, war es ein schwarzer Lölibär, der anscheinend etwas Essbares, das aus einem Auto geworfen wurde, gefunden hatte.

Kaum hatten wir ihn erreicht, sprang er mit einem Satz weg von der Strasse und schaute ziemlich bekloppt zurück. Es hätte ein Superfoti gegeben, wenn hinter uns nicht ein PW auf die Weiterfahrt beharrte. So liess ich es sein, und holte die Cam nicht hervor.

Also gings dann halt weiter Richtung Whistler, bis wir vor uns durch eine Kolonne von RV’s aufgehalten wurden. Die Menschen hatten ihre Vehikel verlassen und starrten mit Kameras ausgerüstet ans gegenüberliegende Seeufer. Endlich konnte auch ich erkennen, um was es hier eigentlich ging. Ein Schwarzbär war soeben aus dem Wald gehopelt, um im Fluss einen vorbeischwimmenden Baumstamm zu ergreifen, in dem er Würmer und anderes Getier vermutete. Ich hatte mittlerweile den Camper ebenfalls verlassen und schlich mich mit der grossen Canon durchs Gebüsch. Doch für mehr als einen abverreckten Schnappschuss, auf dem man bloss den Arsch erkennen kann, reichte es leider nicht. Man wird mich wohl auch als totalen Spinner abstempeln, wenn ich jemandem erklären will, dass es sich bei diesem schwarzen Fleck um einen Bären handelt.

Achtung ein Bär! Klick to enlarge!

In Whistler dann wenig später angekommen, suchten wir den Riverside RV Campground, leider der einzige in Whistler, denn für eine Nacht auf dem Overflow-Parkplatz und eine auf einem Full-Huckup fast 100$ zu bezahlen, ist eine Frechheit!
Aber alles soll ja seinen Sinn haben und so lernten wir wenig später ein sympathisches Schweizer Pärli kennen, die Babsi und der Pädi aus dem Raum Luzern. Sie hatten ihr gesamtes Hab und Gut verkauft und sich einen gigantischen Camper gekauft, mit dem sie bereits durch die USA und jetzt durch Kanada getingelt waren. Wir offerierten ein Bier und der Gedankenaustausch konnte beginnen. In ihrer Begleitung war ebenfalls noch ein Pärli aus dem Land der Schoggi und Banken, nämlich die Marie-Louise und der Thomy. Es stellte sich bald heraus, dass einige Zusammenhänge zwischen uns bestanden, so arbeitet die Frau Jossen – eben die Marie-Louise – auf der Notarskanzlei, die den Neubau des musikalischen Unternehmens des Herrn Polar unter sich hatte. Und ihr Freund Thomy ist ein Arbeitsgspänli des in Zofingen ansässigen Säschu, den wiederum der Herr Webteufel zu seinem Bekanntenkreis nennen darf. So lag es auf der Hand, dass man das Nachtessen gemeinsam einnehmen wollte und dislozierte zur Site C12, wo das Konkubinat Marie-Louise und Thomy untergebracht wurde. Die Damen huschten sogleich in den Campervan, aus dem sie wenig später mit fein duftenden Raviolis zurückkamen. Die Challenge der beiden Aargauer bestand darin, zum Apéro einen White Russian hinzuzaubern, der nur annähernd an den Duft der Raviolis hinkam. Herr Colmar machte seine Aufgabe hervorragend, der Drink mundete allen vorzüglich.
Angeregte Diskussionen über Privates und Berufliches begleiteten das herrliche Mahl, es tat gut, wieder mal mit anderen Menschen in der eigenen Landessprache zu kommunizieren.

Beim Ratespiel „Was bin ich?“ mit Pädi in der Rolle des Roberto Lemkes, kamen dann die einzelnen Berufe der Anwesenden zutage. So gründete die Frau Barbara in der Schweiz ihr eigenes Unternehmen, welches sich für ausländische Familien engagierte, die des Berufes wegen in der Schweiz ansässig werden wollten. Ihr Pädi, eine Mischung aus Matthias Hüppi und Sascha Heyer, hätte eigentlich Sportlehrer werden sollen, denn er hat die Kraft der zwei Herzen. Der Thomy arbeitet bei der CSS-Versicherung und machte eben dort bereits Bekanntschaft mit der Zofinger Mentalität, die er als ziemlich humorvoll titulierte. Es wurde noch ein White Russian gereicht, bevor man sich verabschiedete und die jeweiligen Behausungen aufsuchte.

Die olympischen Sommerfestspiele in Lake Placid

Der Tag begann totally amazing! Durch meine innere Uhr erwachte ich heute um 07:03 Uhr. Neben mir schmatzte das Urmel aus dem Eis sein ewiges Lied über ein Reh, das er angeblich angefahren haben soll. Ein Blick aus der Frontscheibe unseres Campers zeigte den aufsteigenden Nebel über dem Dutch Lake und kündigte den baldigen Sonnenaufgang an. Nix wie rein in die Klamotten, das könnte unter Umständen das Foto des Jahres geben. Behende stieg ich über den schlafenden Kojoten und klaubte mir mit dem kleinen Finger meine Canon EOS D-40 vom Soziussitz. Kaum die Türe geöffnet strich mir eine kalte aber klare Luft entgegen, total unnatürlich, denn im Camper richt es eher wie in einem Pumakäfig. Am See angelangt schoss ich wild drauflos und durfte den Sonnenaufgang live und ohne Werbeunterbrechung miterleben, einmalig!!!

Shot of the week: Dutch lake bei Sonnenaufgang.

Zurück im Heim für Bart- und Gesichtsschmuckträger blies ich sogleich zur Tagwacht, denn heute sollte doch noch etwas Sport in Form von Hiking betrieben werden. Nach einem ergiebigen Frühstück von Henckel&Söhne gings direkt weiter in den finsterdunklen Wald des Wells Gray Nationalparks, um ab Green Mountain Tower in zügigem Schritt erst Richtung Placid Lake und dann hoch zum Foot Lake, wo angeblich einige Moose-Köppe hausen sollen.

Das wurde dann auch so gemacht und der Herr Graubart Olanastase marschierte munter drauf los, gefolgt von Geselle Schärlee Gimmli, der seine Kamera heute mit Grobkornobjektiv wunderbar vorbereitet hatte, um sich die Moose Herden so nah wie möglich ran zu zoomen. Nun denn, der Wald war wirklich wunderschön, auf gelb folgte orange und auf orange folgte rot – der Herbst im Britischen Kolumbien hatte begonnen und wir wurden Zeugen dieses! Der Ausruf famos konnte mehrfach erhört werden im Wald der Moose und sonstigen lustigen Gesellen aus der dunklen Vergangenheit, als sich die Welt noch nicht drehte und sich die Achse des Bösen im Himmel der Sünden befand. Aber das ist ja ein ganz anderes Kapitel der Geschichte, welches nächstes Jahr im neuen Blog von Harald Junke verfolgt werden kann: „Kann ich mich in den Himmel trinken oder bin ich schon darin ertrunken?“

Nach etwa 2 Stunden erreichte man dann ENDLICH den Lake Placid und es war augenscheinlich, dass hier vor Menschengedenken die Olympischen Sommerfeste vollführt worden waren – es hatte unzählige kleine Frösche, welche sich durch das Gras kämpften um sich vor den gierigen Waldläufern in Schutz zu bringen. Ebenfalls waren die Libellen zu lustigen Spielen aufgelegt und surrten nur so vor der Linse des Herrn Gimmli herum. Ein wahrliches Fest der guten Laune spielte sich da ab – famos, ein weiteres mal!

Der Placid Lake um die Mittagszeit.

Danach machten sich die beiden Damen auf und davon, um noch vor der Dunkelheit den Foot Lake zu erklimmen. Dies gelang den beiden Nachtschwärmern auch auf anhieb – auf der Passhöhe nahm man sich eine Auszeit und setzte sich neben 6 quasselnde Schneckenfressern. Man gönnte sich die schwer verdiente Mahlzeit: Bananenmousse a la carte mit einer Parisienne Super plus 2 Liter feinstes Wasser. Und aus welchem Land stammte wohl dieses??? Oui…

Da scheinen schon Leute aus unserer Region zu Besuch gewesen zu sein.

Anschliessend stampften die beiden Bärenbrüder den letzten Kilometer zum Foot Lake in Grund und Boden und man erreichte ihn tatsächlich – den sagenumwobenen See in der Prärie des Wells Gray Parks. An dieser Stelle könnte natürlich wieder das famose Wort famos stehen aber das lassen wir ausnahmsweise mal weg und betiteln den Anblick einfach als grossartig! Und sogar die Fische begrüssten uns mit einem innert Minuten ausgelösten Libellen Sterben – sehr schön.

Danach marschierte die Gruppe mit Anführer Olanastase im Gepäck mit gross Gimmli wacker zurück, zum parking lot am Grünen Turm, um sich danach in der Bar der Black Horse Ranch einen Gerstensaft zu gönnen. Leider hatten die Dumpfbacken noch nicht auf und so mussten wir tatsächlich zurück in die Zivilisation namens Clearwater und besorgten uns als Wiedergutmachung eine Flasche Kaluha, um uns auf dem Holländischen Resort einen gehörigen weissen Russen zu mischen!

Bevor wir dies aber taten mussten noch weitere Zutaten für unseren total coolen Kühlschrank besorgt werden, und zwar im Safety Food Market! Und der hatte es aber so richtig in sich – die hatten wirklich alles da, und erst noch wirklichen geilen Stoff!!! Oleee, die Frau Safety lebe hoch – der Herr Olanastase leistete sich einen schönen nicht zu fest stinkenden Goat Cheese und der Herr Schär jauchzte auf, als er sich bei der etwas dicken aber freundlichen Bäckerin 2000 Gramm ‚Sundriedtomatoham’ in hauchdünne Scheiben scheibeln liess, mmmmmhhhhh, just fantastic!

Abendmahl am See

Die beiden Junggesellen machten nach Rückkehr auf dem Vehikelpark sofort den Tisch klar und  veranstalteten ein Picknick sondergleichen – es wurde alles aufgetischt was ging und dementsprechend auch alles verstopft was ging…nach dem totalen Fressen kam auch schon der Nachbar an, welcher sich ebenfalls als Schwiiizer herausstellte! Und von wo??? Aus dem Gäu und seine nette Frau aus dem Mühlethal – grosse Welt das…

Männer und Frau tauschten Interessantikeiten aus und gaben sich gegenseitig Tipps, wohin und warum und überhaupt, wieso! Sehr schön – der Herr Gimmli ging dann bald einmal unter die Dusche, um sich so richtig frisch zu machen, für das heutige nächtigen im Luxusvan. Der Herr Olanastase krallte sich mal wieder den Ipot vom Herrn Gimmli und wanderte an den Rand des Sees, besetzte sofort die einzige Parkbank im nicht existierenden Park und liess sich berieseln mit einem Lied, dass er heute Abend nur 27 Mal anhörte und dabei den Mondaufgang verfolgte und total in der Sucht der Sehne verschmolz…

Dieser unvergessliche Tag, der Gaumen- und Augengelüste ging mit Peter dem Gabriel und seinen wahnsinnigen Hymnen zu Ende – Grossartig, aber leider ist Brot aus!

Klarwasser in Clearwater

Der Herr Chlöpfer war diesen Morgen schon früh auf und parat, und er machte dem Herrn Ölerer das Leben sprich den Schlaf schwer…dieser war noch drauf und dran sich durch 3 Schüsseln Moose au Chocolat zu kämpfen (wer findet den fantastischen, ja wirklich wunterbaahren vähhler??? grossartig muss sich der Herr Ölerer hier gleich mal selber loben…)! Wie auch immer – der Herr Ölerer liess sich dann auch sanft aber bestimmt aus dem schönen Land treiben und machte sich daran, die Bettstatt in ein nettes und gemütliches Frühstücksbuffet zu verwandeln.

Nach einem kurzen Pläuderchen mit den netten Nachbarn aus Edmonton, es sind keine Amerikaner (gäll Schärli!) und der Rückgabe des ausgeborgten Dichtungsringes für den Zapfhahn, ging es auch schon weiter (wieder einmal ohne Plan… aber ich würde sagen, dass ist das fantastische an dieser Reise!!!) in Richtung Blue River, bei welchem wir eine atemraubende Wanderung vermuteten, denn den beiden Wandersgesellen kam es ja nicht in den Sinn, im Hinkelnett eine nette Route raus zu suchen. Was zum Schluss gut war, denn nach etwa 90 Kilometern erreichte man das lauschige Clearwater, welches gleich an den Wells Gray Nationalpark grenzte! Fast, dass uns der Teufel hier hingeritten hätte…

Das Moose hat den Unerlippenbart, den sich Schärli sehnlichst wünscht.

Man kehrte kurz beim local Liquor Store ein und liess sich über die kanadischen Rotweine informieren und kaufte kurzerhand 2 Flaschen des süssen Saftes und machte sich auf den Weg gen Westen, um eben den Gutgrauen Nationalistenpark zu bestaunen. Nach ausgiebiger Information an der Parkinformation fuhren wir auch schon zu unserem Ziel – einer ca. 2 stündigen Wanderung Richtung Helmcken Falls. Leider waren die beiden Bärenbrüder etwas zu ungeduldig und fuhren auf den falschen Fuhrpark… sie wanderten in Richung der Dawson Falls, welche auch nicht von schlechten Eltern waren, aber halt nicht die Lord Helmchen Falls!?! Wie auch immer – man einigte sich darauf, sich den Lord per RV anzuschauen und am morgigen Tag dann die Wanderung nach zu holen.

Die Helmcken Falls im Wells Gray Nationalpark sind höher als die Niagara Fälle.

Die Rückfahrt durch sämtliche Schlaglöcher Kanadas liess unsere Mägen aufhorchen, die nun endlich was Essbares erleben wollten. Im Campground angekommen widmete sich Lord Olle-Olar dem iPod des kleinen Kochs und setzte sich mal ganz lässig ans Seeufer, um dem Feriensong par excellence von den Schneepatrouillien zu horchen. Währendessen setzte sich Lord Share-Lee der Almighty mit den Tücken des Internets auseinander und versuchte eine Verbindung nach draussen herzustellen. Versüsst wurde uns das Ganze durch einige Vodka-Cranberry on ice, die dem IT-Verantwortlichen jedoch auch nicht gross weiterhelfen konnten.

Unser idyllisch gelegene Campground am Dutch Lake

Zurück am Herd wurde mal wieder die Machete geschwungen und sämtlichen Garlics und Onions den Garaus gemacht. Zusammen mit einigen rundgeraspelten Karotten und den restlichen Peperoni von Vor-Vor-Vor-Übermorgen bildete dies die Substanz zu einem herrlich anmutenden Reisgericht, das selbst Vincent van Gogh nicht besser hinpinseln hätte können. Dazu gönnten wir uns den Vin rouge, den uns die nette Dame vom Lecker Store empfohlen hatte, ein Merlot aus den Südkarpaten Kanadas.

Mit reichlich runden Füssen und einer mehr als lockeren Zunge zog es die beiden Zuger Kirschtorten noch ins nahegelegene Seerestaurant, um den dortigen Espresso auf Herz und Nieren zu prüfen. Die nette Mitch hatte das grosse Glück, uns heute zu bedienen und machte dies hervorragend! Mit einem Lächeln im Gesicht brachte sie uns die erste Ladung doppelten Espresso – und zwar in einem kleinen Kinderschwimmbecken. Denn die Tasse in die das edle Getränk gegossen wurde, glich eher einem Gummiswimmingpool für Kindergärtner als einem Kafitassli. Nun denn, runter musste das Zeug sowieso. Aus der Dessertkarte liess sich der Kesselpaukenverkäufer ein Mangomousse servieren, während sich Lord Helmchen-Schär-Lee einen Maple Walnut Cheesecake in die Backentaschen stopfte. Note 3,5 in einer kummulierten Hochrechnung der Fachhochschule Winterthur.

Unterdessen hatte der Mond den Kulminationspunkt erreicht und konnte so dem Gleichschenkligen von Pythagoras noch knapp entkommen. Die Quintessenz war eine helle Erleuchtung des Dutch Lakes. Da musste der Herr Shareware doch glatt noch sein Stativ für eine Langzeitbelichtung klarmachen, um dieses einmalige Erlebnis festzuhalten. Flux waren die Dreibeinstütze ausgefahren und das Kanönchen aufgesetzt. Nach 3 Versuchen war das Ding im Kasten.

Zurück im Camp liess man zu einem feinen Abschluss-White-Russian den Rückwärtsfilm des Jahrhunderts „Memento“ zelebrieren, da der eigentliche Favourite-Movie „Hostel 2“ infolge fehlender Kettensägen leider nicht für uns freigegeben war.

Der ugly swiss baker in Valemount

Um 10 Uhr verliessen wir bei geringem Nieselregen den Whistlers Campground, um schon nach wenigen Metern wieder aus dem Sessel gerissen zu werden. Unser 9.5-Liter-Wassertank schlug mit einem lauten Knall von der Herdkombination an die hintere Eingangstür und ergoss sich in Windeseile über unsere Schuhe. Während der Herr Polar das Ganze ziemlich lustig fand, hechtete der Herr Cook wie in bester Sepp-Maier-Manier in den Rückraum des Campers, um den Wasserschaden zu stoppen.

Nach diesem feuchten Intermezzo ging die Fahrt weiter Richtung Lake Maligne, der uns von einem Schweizer, den Sergey auf dem Pissoir getroffen hatte, wärmstens empfohlen wurde! Nachdem es am Morgen noh gehörig geregnet hatte, drückte nun langsam die Sonne durch.

Kurz vor Mittag erreichten wir dann den Lake Maligne, der umgeben von schneebedeckten Bergen einen einmaligen Anblick bot. Ein schmaler Pfad führte am Ufer rund um den See, auf dem einige Kanus und Botte rumdümpelten.

Der Lake Maligne soll 1908 von Mary Schaffer entdeckt worden sein.

Unsere Seightseeing-Tour beendeten wir im Restaurant, wo wir beinahe in unsere gestrigen Bekanntschaften aus Tennessee-Whisky-Land gestolpert wären. Nur durch enormes Glück konnten wir den Talktiraden von Shawn und seiner lustigen Haartante Jennifer entkommen, Gotteshand musste da im Spiel sein.

Back on track again auf dem Weg nach Valemount fing es plötzlich wie aus heiterem Himmel an zu regnen und es wurde tüchtig dunkel. Nur wenige Minuten später fuhren wir bereits wieder im schönsten Sonnenschein unserem Etappenziel entgegen. Das Wetter war an diesem Tag zu lustigen Kapriolen aufgelegt.

Wir verliessen die Provinz Alberta und tauchten wieder in British Columbia ein, wo uns der höchste Berg im kanadischen Teil der Rocky Mountains erwarten sollte: der Mount Robson! Die Fahrt wurde durch unglaubliche Windböen begleitet, man musste das Lenkrad mit beiden Händen festhalten, damit man nicht von der Fahrbahn geschleudert wurde.

Auch hatte der Herr Polar ein bisschen Bedenken von wegen dem Big Fat Truck hinter uns… es entbrannte eine 20-sekündige Diskussion über Überlebenschancen bei einem Aufprall von eben diesem Truck. Mir nichts dir nichts überholte er einen lausigen Toyota, welcher seine ganze Familie drin inklusive Fahrräder auf dem Dach beherbergte! Leider nützte dieses Manöver nur kurz, denn die Familie kam von der Strasse ab und wurde von einer Herde Mooses – nein, es handelt sich hier nicht um den aus Bibel, sondern um die netten Tierchen, welche wir als Elch betiteln – überfallen und zu einer Fahrradtour von 377 Kilometern gezwungen!

Nun denn, nach dieser etwas anstrengenden Fahrt erreichte man bald darauf den Ort Valemount, welcher als heutiger Rastplatz ausgesucht wurde, da die Dame WiFi auf dem ganzen Platz hatte – oleee! Und das sollte auch euch freuen, denn nun habt ihr wieder nette Lektüre übers Wochenende!?

Dämmerung über Irvin's Campground

Bevor wir aber Irvin’s Campeground befuhren, machten wir noch einen Abstecher nach Downtown, weil wir ‘out of bread’ waren. Nach Einfahrt in den Ort entdeckten wir kurzerhand und mit drei kurzen aber freudigen Jauchzern ein Schild mit der Aufschrift ‘Swiss Bakery’!!! Was wollte uns das wohl sagen? Jawohl: LOS! Taumelnd vor Freude und mit bereits total wässrigen Mäulern machten wir uns auf die Suche nach eben dieser und nach zwei Abstechern in die Wohnquartiere der Hillbillies, fanden wir dann auch die Bäckerei! Wir traten ein und wurden von wem wohl erwartet? Tante Babuschka stand am Tresen und hinter ihr ein gähnend leeres Brotregal… doch halt, es hatte genau noch ein Brot drin!
Dieses wurde nach eingehender Diskussion mit Babuschka inklusive zwei doppelten Espressos dann doch noch ersteigert. Dann entdeckte der Herr Polar ein schönes Plakat mit ganz vielen, total fein aussehenden Broten darauf und er fragte forsch, ob es wohl von diesen Broten später oder morgen was geben würde. Das wahr in der Retrospektive anbetrachtet FALSCH!!! Den es lockte den eigentlichen ‘Swiss Baker’ aus dem Dunkeln der Bäckerei hervor… mit Namen Manfred Manolo-total-besoffen Stuber aus Interlaken Rockcity!? Er hatte wohl einen schlechten Tag oder aber seine Frau noch nicht geschlagen… Herrgott, Herr Polar und Herr Chlöpfer fanden sich plötzlich im falschen Film wieder… der Herr Stuber war total agressiv und schnauzte uns von oben bis unten an, wollte vom Herrn Polar wissen, warum er ein Piercing hatte, von wo in der Schweiz wir kamen und war total brüskiert ob der Frage, ob es wohl dieses schöne Volkornbrot auf dem Plakat geben würde!?
Ha, das ist ja zum Totlachen, Volkornbrot gibt es nur alle 3 Wochen, falls der Meister der Vodkastube wohl Lust dazu hat, ansonsten geht der dann lieber zu Nachbars Lumpi und sägt dem armen Tier mit der Motorsäge drei Beine ab, um am nächsten Tag Wienerli im Schlafrock zu saufen… Herr Stuber, Daumen runter für sie!!!

Ohne bleibende Schäden konnten wir den Tatort der Lächerlichkeit verlassen, inklusive des angesprochenen Brotes, aber es wird das Letzte sein, das wir aus diesem Laden mitnehmen werden. Die russische Eisprinzessin tat uns unheimlich leid, mit diesem grantigen Abschaum zusammenleben zu müssen.

Nahe der Hauptstrasse fanden wir dann auch des Erwins Zeltplatz, der uns nach diesem unfreundlichen Zusammentreffen mit unserem Landsmann wie ein Geisterplatz vorkam. Das kleine Frauchen am Tresen bediente uns jedoch überaus zuvorkommend und wies uns Platz Nummer 11 zu. Kaum waren Strom und Wasser angeschlossen, wurde der Laptop der Glückseligkeit gestartet und man konnte mit 54MBit pro Sekunde durch das weltweite Datennetz surfen – herrlich.

Auch die sanitarischen Bauten waren auf einem überdurchschnittlichen Niveau, es hatte gar eine Bodenheizung zur Dusche! Der bizarre Eindruck, der uns Valemount zu Anfang noch machte, wurde auch du die überaus netten amerikanischen Nachbarn positiv beeinflusst, die uns mit einer Gummidichtung aushalfen, um das austretetende Wasser am Schlauch zu stoppen. Kurzerhand wurde dieser Tag zum kanadisch-schweizerischen Nationalfeiertag erklärt und mit Vodka und Ginger Ale gebührend gefeiert.

Bruder Sergey beim Abendmahl

Zum Znacht gab es Mämfus Brot, das uns im Gegensatz zu seinem Auftreten ausgezeichnet mundete und die anschliessende Movienight mit „Simpsons der Film“ beendete diesen bizarren Tag.

Die rauschigen Hirschdamen von Jasper

Der Tag begann sonnig, aber kühl. Morgentoilette, Einkaufen, Tanken und Abfahrt gen Jasper. Kurze Zwischenstopps am Bow Lake, der von einem abgerichteten Raben von Vincent Raven bewacht wird, in Bubbling Springs, wo ich meinem etwas angeschlagenen Fahrer einen Salty Salad herrichtete, und Athabasca Falls, eindrückliche Wasserfälle, die gerne von schweren Menschen heimgesucht werden. In Jasper angekommen, untersuchten wir kurz mal Downtown, ob da esstechnisch was Anständiges zu finden war. Anschliessendes Verschieben auf den Whistlers Campground. Leider waren sämtliche Full-Huck-Ups und alle elektrischen Sites bereits ausgebucht, dafür wurden wir durch rauschige Hirschdamen belohnt, die in diesem Campground wohnen.

Herr Kolkrab bändigt seinen neuen Schützling!

Der Bow River erstrahlt in schönstem Blau!

Die Athabasca Falls kurz vor Jasper

Nach kurzer Angewöhnungszeit auf dem Campground gings zu Fuss, ca. 5 km, nach Jasper in Cassio’s Trattoria. Sehr italienisches Ambiente mit schrecklichem Hintergrundsound (es wurden ausschliesslich alte Mafiosi-Songs gespielt, die ausgerechnet bei uns aus einem total demolierten Speaker daherschäpperten). Zur Vorspeise gabs Bruschette mit Tomaten und Pilzen, Note sehr gut. Herr Olgas Hauptgang bestand aus der Pizza Vegetaria welche den Namen Pizza nur vom aussehen her verdiente. Leider ist die Realität im Kanackenland diese, dass sie den Frass leider von ihren unausstehlichen Nachbarn vererbt bekommen haben… na ja, die Bedienung war zumindest freundlich und hat uns bei jedem Gang, ganz genau zwei in der Anzahl, gefragt hat ob wir ‘a little bit of FRESH pepper’ oder sogar ‘even FRESHER cheese (jawohl, es handelte sich um Parmiggiano!)’ haben möchten!? Und schon kam das süsse Tönnchen mit der Mühle in der einen und der Käsemaschine in der anderen Hand angehoppelt und machte uns total süsse Raspeln…
Eins muss hier gesagt werden – Vorspeise fantastisch, Wein exzellent und auch dem Schärenkleister seine Cannelloni con Cazzo sollen ausgezeichnet gemundet haben. Ansonsten, leider kein Stil… aber hey, das passt ja wie die Faust auf’s Bärenauge zu uns – hurra!

Danach sind die Herren Schärenkleister und Herr Kontraschmerz Nikki Lauda ein bisschen im lauschigen Städtchen Chaschper herumgewatschelt und haben sich die netten Auslagen angeschaut! Nach einem Abstecher im ‘Food for Idiots’ und der Nachfrage, ob es wohl einen CD-Laden im JasSparADIES gibt, hat man die Auskunft bekommen, man müsste sich schon nach ‘Hinton’ fahren, genau da wo hinten wie vorne tönt! Aber da dieses vermaledeite Kaff ja nicht auf der Route lag, verwarf man diesen Plan genau so schnell wieder, wie die lustige Kassiererin im ‘Food für Schweine im Weltall’ es preis gab. Nun denn, was war zu tun? Der Herr Schärenkleister hatte in seinem Kleinhirn ein Rockcafé gespeichert, welches er während dem nachmittäglichen Ausflug gesehen haben wollte! Hei, was für eine Zeit – Kompostpluspassivperfekt ist das natürlich! Aber das Rockcafé hatte sich als eine totale illusative Amnesie entwickelt und war dementsprechend NICHT VORHANDEN!
Daher gab man sich dann mit der ‘Jasper Brewing Co’ zufrieden, welche wie der Name ja schon sagt, ihr eigenes Bier braut. Mutig wagten sich die beiden lustigen Gesellen in eben diese und bestellten gar grossherzig ein ‘Creamy Shit’ und ein ‘Sudden Death’ – und die haben auch wirklich so geschmeckt – Respekt!
Zu unserem grossen Unglück sassen neben uns der total lästige Shawn und die etwas langsame Jennifer aus Memphis, Tennessee – herrgott, schon wieder zwei Südstaatler… wie haben wir das nur verdient??? Pluspunkt für den lästigen – er ist Manchester United Fan und kennt sogar die Regeln vom Soccer. Die Jennifer arbeitet beim grössten Termitenvernichtungsmittelhersteller – auch dafür gebührt ein bisschen Respekt. Tönt ja fast wie Insekt… nein, dafür kann sie ja nix und wie wir beide fanden, hatte sie lustiges Haar, welches ihr ab und zu ins Bierglass schlitterte, was für gemeinsame Belustigung sorgte. Dankeschön!

Und dann war auch bald einmal Zeit für die beiden Eidgenossen, sich auf den Rückweg zum Whistlers zu machen. Es gab vor der Türe noch eine kurze Diskussion, ob man die 44,3 Kilometer nun per Fuss oder per Nez Rouge zurücklegen wollte. Das Sicherheitsveto von Herrn Gevatter Kontraschmerz machte die ganzen Pläne des Herrn Schärenkleister zunichte, und das zu recht! Denn es begann schon bald in Strömen an zu giessen! Danke Herr Gevatter Schmerz!
Nun denn, sass man auch schon bald im Taxi des netten Pieter Pan’s, der diesen Job eigentlich nur aushilfsmässig für seinen Kumpel machte, der im Urlaub weilte. Da der Urlaub seines Kumpels aber nun mittlerweile mehr als 2 Jahre dauerte, kann man somit sagen, dass es sein Job ist… na gut, akzeptiert und losgefahren hat uns der überdurchschnittlich breitflächig und nicht unbedingt schön angemalte Taxiner auch schon erzählt, wie es denn in Jasper so um die Jugend steht – ich würde sagen fantastisch! Die Jungs und Mädels lassen da wirklich den Bären tanzen, hauen sich irgendwelche verbotenen Substanzen rein, danach sich gegenseitig auf die Nase und zum Schluss nehmen sie nicht einmal ein Taxi, sondern gehen gemütlich zu Fuss nach Hause zu Muttern. Irgendwas falsch hier???

Nach einem freundlichen Handschlagaustausch und wohlwollenden Worten stiegen die Herrn Schärenkleister und Kontraschmerz aus der Blechdose, welche sie wohlbehalten FAST nach Hause gebracht hat. Mit eben dieser Betonung auf FAST!!! Jawohl, der Herr Pan hatte uns noch angeboten, uns direkt vor unser zu Hause zu fahren, aber die Herren waren wohl zu stolz, um sich dies gefallen zu lassen. Dementsprechend suchten sie nach dem Weg, welcher sie bei Tagslicht innerhalb von 5 Minuten zum Ausgang brachte. Nur, es war mittlerweile Mitternacht und dementsprechend stockdunkel! Nun denn, man liess sich nichts anmerken und marschierte lustig in eben diese Richtung. Was hier noch angemerkt sein MUSS: Momentan ist Paarungszeit bei den ‘Elks’ was bei uns so viel wie Hirsch ist. Nicht Elch, die würden dann Moose genannt. Wie auch immer – die Wärterin des Campgrounds hat uns beim Einchecken ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Männlein eben dieser ‘Elks’ je nach dem total fröhlich auf einen losgehen und ihr wunderprächtiges Hirschgeweih in unsere Luxuskörper rammen könnten! Na jut – als wir vor dem Pissoir standen und Herr Schärenkleister eigentlich etwas los werden wollte, entbrannte eine Diskussion darüber, wie gefährlich es wohl sein könnte, sich durch das Dunkel zu schleichen, nur bewaffnet mit einer Taschenlampe!? Nach 33 Minütiger Verhandlung einigte man sich darauf: Gar nicht! Also hatte man neuen Mut gefasst und das Losungswort war: LOOOOOS!
Es kam, wie es kommen musste, kein einziger ‘Elk’ lief uns über den Weg und trotzdem haben wir uns gottslausig verlaufen… sozusagen verirrt im Fangorn Wald des Campgrounds! Nach einigen Hindernissen in Form von Baumstämmen und sperrigen Tannästen trafen wir auf ein Pärchen, welches eigentlich französisch sprach, aber wir unbeirrt in Englischer Sprache malträtierten und nach unserem Weg fragten! Die beiden waren doch ein bisschen total verwirrt oder noch irgendwo verloren in einer Wolke der Lust… wie auch immer – wir kämpften uns ohne deren Hilfe weiter durch das Geäst und nach ein paar unleserlichen Schildern und total unnötigen und lästigen Fragen an den Mister Schärli vom Herrn Kontraschmerz, gelangten wir tatsächlich in unser Zimmer zurück: 19E. Uns blieb nichts anderes übrig als den grossartigen Satz auszurufen: „Famos“. Der Herr Schärensteinundpapierkleister gönnte sich ein leere Flasche Wasser und der Herr Kontraschmerzlästigefragensteller 754 Mal ‘Chasing Cars’ um dann gemeinsam im Nebel von Jasper in die ewigen Nirwanengründe zu tauchen.

Auf, auf zum Music Olar Pass!

7 Uhr: Feldweibel Carlitos Olgar ruft zum Tischgebet. Heute war unser grosser Hiking-Day auf den Molar Pass. Ein zünftiges Frühstück sollte uns für diesen 20-km-Marsch bei Kräften halten.
Eine Stunde später standen wir abmarschbereit an unserem Trailhead. Das Wetter meinte es enorm gut mit uns, keine Wolke am Himmel und die umliegenden Berggipfel waren bereits in die schönsten, güldenen Sonnenstrahlen gehüllt.

Und so hiess es dann auch hopp hopp, l.o.s = LOOOOS! Und die beiden Trapper machten sich auf die beschwerliche Route gen Mount Molar Pass (auf gut Deutsch – Musik Olar Pass, jawohl!). Es war wirklich ein fantastischer Ausritt auf 4 Schuhen. Und da der Herr Capitano aka Bleiches-Gesicht-mit-Bart-und-etwas-Kopfdruck oder Druck-auf-dem-Kopf total stolz war, SEINEN Pass zu besteigen, ging es zuerst in einem wackeren Tempo den Pass hinauf. Auch waren die beiden Genossen gut vorbereitet auf etwelche Begegnungen mit Fozzy Bear, welcher sich ja bereits im Traum des einen angemeldet hatte… gut, es waren Faustkämpfe, Haare reissen und mitten ins Gesicht spucken plus ins Auge fassen darin enthalten aber das liess uns natürlich kalt und so stampften wir wacker den Berg hinauf!

Die Extrem-Sportler kurz vor dem Einstieg in die Wand.

Auf halbem Weg schreckten wir durch unsere mutigen Bärenvertreib Rufe zwei entlaufene Häftlinge aus dem Forth Worth Gefängnis aus Dallas Texas auf – Herrjemine, die beiden Herren hatten auf dem Fish Lakes Pass genächtigt… und so sahen sie auch aus! Gut, der eine hätte glatt als magerer Schwarzbär durchgehen können, nur dass er noch ‚good morning’ in seinem Texanischen Dialekt murmeln konnte. Pluspunkt – sie hatten beide ihre Skistöcke dabei und eben der magere Bär zusätzlich eine lustige Zipfelmütze auf! Respekt!
Nach kurzem Austausch von Nettigkeiten plus ein paar Tipps von beiden Seiten, ging es weiter gen Süden und zwar zur Südschleife des mOLAR Passes. Und dies wurde belohnt durch eine üppige Vegetation – der Bleichbart war total angetan von den vielen schwarzen Pilzen! Er rätselte die ganze Wanderung wie diese wohl heissen mögen…schwarze Morchel, Big Black Shit with No Smell, No Smell but Big and Black, etc. wie auch immer – der Chef Zwiebelverarbeiter Schär-Lee stampfte schon total genervt davon und brabelte irgendetwas in seinen imaginären Beerenbart. Das Bleichgesicht liess dann auch ab mit dem lustigen Rätselraten und wandte sich wieder der Route zu.

Die morgentlichen Sonnenstrahlen brechen durch die Bäume.

Am Endziel angekommen, wurde anstatt des sonst obligaten Gipfelschnapses, ein Wasser mit fast schon faulen Bananen gereicht und der Herr Olga furzte vor lauter Freude seinen Übermut in die herrliche Natur hinaus. Unter uns: durch den enormen Konsum an Zwiebeln könnte der Meister des Lenkrads locker das Gas eines Campervans für 4 Wochen betreiben und der faulige Miefgeruch des Veganers würde wohl jeden Bären sofort in die Flucht treiben. Beim Abstieg war er wenigstens so freundlich und liess mir jeweils bei einer Blähung den Vortritt. Nach insgesamt knapp 8 Stunden auf den Beinen machten wir nicht lang Federlesen und fuhren die 28 km zurück nach Lake Louise, wo wir unseren Karawan vom Shitwater befreien und mit neuem Wasser bestücken konnten. Zudem hatten wir hier wieder Strom und unser Abendprogramm war somit gerettet.

Mount Herbert

Nach einer herrlichen Dusche inkl. Reinigung der Intimzonen standen die beiden schon wieder am Herd, restliche Spaghetti musste noch vernichtet werden, dazu … und … (ihr könnt selber was einsetzen) und ein Schuss der italienischen Arrabiatarrataara-Sauce aus dem Supermarkt. Dazu gehörig Pfeffer, ein paar Bier und White Russians, das hält den Darm in Form. Guets Nächtle.

Ein total verschlafener Tag in Mosquito Creek

Hüüü-hüüü, das Blackberry von Herrn Olga riss mich aus den Träumen. Leider nur mich, denn der Capitano schien unbeeindruckt. Rechtzeitig bevor ich meine schlagkräftige Linke in seinen Bärenbart rammte, juckte auch er empor und stellte seinen Kommunikator ab, um weiter zu schlafen. Mir war das eigentlich sehr recht, denn die Raumtemperatur im Camper war wieder nahe am Gefrierpunkt.

Kurz vor halb neun öffneten wir dann erneut unsere Äuglein und mussten feststellen, dass es kräftig zu regnen begonnen hatte. Eine kurze Pressekonferenz der beiden Schweizer Trapper ergab, dass man diesen heutigen Tag buchstäblich ins Wasser fallen liess und sich wieder dem Tal der Träume hergab.
Um 12 Uhr wurde ein herrliches Frühstück serviert, das Wetter jedoch schien keine Besserung in Aussicht zu stellen. So wurde aus unserem Esszimmer sogleich wieder das Schlafgemach und man wickelte sich in die Schlaftüten.

Der Mann von Welt trägt im Regen eher leichte Textilien!

So gegen 18 Uhr schmerzte mir langsam der Rücken, das ewige Liegen ist halt auch nicht so gesund. Draussen war es garstig, wir waren mittlerweile die letzten auf dem Campground. Um die Kälte wieder etwas vergessen zu lassen, hiess es wieder ab in die Küche, Herdplatten starten und den Bauch stopfen. Spaghetti mit Fertigsauce, aufgepimpt – klar doch, ihr habts erraten – Onions und Garlic – und den restlichen Peperonis. Mmmhh fein, Schärlis Kochkünste sind halt Gold wert. Gleichzeitig wurden wir durch das herrliche Mahl wieder enorm bettlägrig und kuschelten uns kurz darauf in unsere Säcke der Träume ein, um für morgen fit zu sein.

Und auch noch ein kleines Wort des Herrn Capitano zu diesem doch eher Ereignislosen Tag – schnarch, schmatz, schmatz und jawohl, auch noch das Solitär auf dem IPod wurde einmal fertig gemacht…nix los in der Stube. Aber auch ein Tag mit „extreme snuggling“ muss zwischendurch auch sein, gäll Mr. Schär!?